Pharmakologische Wirkung von Silymarin
2024-12-27

Silymarin hat sich als wirksam gegen Vergiftungen durch muskarinische Säure, Alpha-Amanitin (eine giftige Substanz, die im Amanita-Pilz vorkommt), Tetrachlorkohlenstoff, Galaktosamin, Thioacetamid und Hepatitisvirus FV3 in verschiedenen pathologischen Modellen von toxischen Leberschäden erwiesen.
Die Wirksamkeit von Silymarin wird seiner Fähigkeit zugeschrieben, freie Radikale aufgrund seiner mehreren Wirkungsstellen und -mechanismen zu fangen. Silymarin hat eine anti-peroxidative Aktivität. Der pathophysiologische Prozess der Lipidperoxidation (der zu Schäden an Zellmembranen führt) kann durch Silymarin blockiert oder verhindert werden. Und in geschädigten Leberzellen stimuliert Silymarin die Proteinsynthese und normalisiert den Phospholipidstoffwechsel.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der größte Beitrag von Silymarin seine stabilisierende Wirkung auf die Zellmembranen der Leberzellen ist, die den Verlust gelöster Zellbestandteile (wie Transaminasen) verhindert oder vermeidet. Silymarin kann das Eindringen bestimmter hepatotoxischer Substanzen (wie Alpha-Amanetin) in das Zellinnere begrenzen. Die erhöhte Fähigkeit zur Proteinsynthese ist darauf zurückzuführen, dass Silymarin die Aktivität der RNA-Polymerase I im Zellkern stimuliert, wodurch die Synthese von ribosomaler RNA in Leberzellen unterstützt wird, während große Mengen an strukturellen und funktionellen Proteinen (Enzymen) synthetisiert werden. Daher kann Silymarin die Reparatur- und Regenerationsfähigkeit der Leberzellen verbessern.